Lohnt sich mein Balkonkraftwerk? Amortisationsrechner

Trag deine Anlage und deinen Strompreis ein.

So funktioniert’s

Der Rechner zeigt, wann sich das Balkonkraftwerk bezahlt macht – und wie stark das von den Annahmen abhängt. Er rechnet nur im Browser, nichts wird gespeichert.

1. Deine Anlage

Summe der Modul-Nennleistungen, z. B. 2 × 445 Wp = 890 Wp.

Dein Preis inklusive Halterung, Kabel und ggf. Speicher. Ich setze hier bewusst keinen Wert vor.

2. Ertrag (Annahme)

Ost, West, Teilverschattung oder dein genauer Standort: Rechne den Wert mit PVGIS oder dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin aus und trag ihn hier ein.

3. Verbrauch und Preis

Steht auf deiner Stromrechnung; Grundgebühr nicht mitzählen.

So rechnet der Rechner

Die vier Formeln des Rechners
  • Jahresertrag = Modulleistung in kWp × spezifischer Ertrag (kWh pro kWp und Jahr).
  • Selbst genutzt = Jahresertrag × Eigenverbrauchsanteil. Nur dieser Strom spart Geld. Was ins Netz fließt, wird bei Steckersolargeräten in der Regel nicht vergütet.
  • Ersparnis pro Jahr = selbst genutzte kWh × Arbeitspreis.
  • Amortisation = Anschaffungskosten ÷ Ersparnis pro Jahr. Mit Strompreisänderung zählt der Rechner Jahr für Jahr zusammen.

Woher die Standardwerte kommen

Alle vorgegebenen Werte sind Annahmen aus öffentlichen Quellen. Du kannst jeden davon ändern.

Herkunft jedes Standardwerts und Vergleich mit dem Umweltbundesamt
  • Ertrag 950 bzw. 665 kWh/kWp: Das Umweltbundesamt rechnet für optimal geneigte Südmodule mit 950 Volllaststunden pro Jahr. Senkrecht am Balkon sinke der Ertrag um rund 30 % auf 665 Stunden.
  • Ertrag 700 kWh/kWp: Die Verbraucherzentrale nennt für ein unverschattetes 400-W-Modul senkrecht am Südbalkon etwa 280 kWh im Jahr.
  • Eigenverbrauch 45 %: Laut Umweltbundesamt werden ohne Speicher im Durchschnitt 45 % zeitgleich im Haushalt verbraucht. Im Beispiel der Verbraucherzentrale mit nur einem Modul sind es rund 70 % (200 von 280 kWh). Je kleiner die Anlage im Verhältnis zur Grundlast, desto höher der Anteil.
  • Strompreis 37 ct/kWh: Diesen Arbeitspreis setzt das Umweltbundesamt in seinem Rechenbeispiel an. Trag am besten den Preis von deiner Rechnung ein.
  • 20 Jahre: Ein vorsichtiger Wert. Die Verbraucherzentrale schreibt, ein Modul könne über 25 Jahre eingesetzt werden. Für die Solarbank nennt Anker eine Lebensdauer von 15 Jahren.

Zum Vergleich: Das Umweltbundesamt kommt für 800 W senkrecht, 45 % Eigenverbrauch, 37 ct und 400 € Kosten auf knapp fünf Jahre. Die Verbraucherzentrale nennt für Geräte ohne Speicher meist drei bis fünf Jahre.

Und mit Speicher?

Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauchsanteil, kostet aber deutlich mehr. Beim Ein- und Ausspeichern geht zudem Energie verloren. Das Umweltbundesamt hält Speicher bei durchschnittlichem Verbrauch „eher nicht“ für lohnend. Pauschal belastbare Werte für den Eigenverbrauch mit Speicher habe ich nicht gefunden. Rechne deinen Fall mit dem Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin und trag den Anteil hier ein. Mehr dazu im Artikel Balkonkraftwerk mit Speicher: Lohnt sich das?.

Grenzen

Standort, Alterung und Grundgebühr
  • Verschattung, Ost-/Westlage und Modulneigung verändern den Ertrag stark. Den Wert für deinen Standort liefern PVGIS oder der HTW-Simulator.
  • Der Rechner berücksichtigt weder Alterung der Module noch Wechselrichterverluste über die Annahme hinaus noch Grundgebühren.

Geräte im Detail: Balkonkraftwerke und Speicher.

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