Powerstation mit Solarpanel kombinieren: Spannung, Stecker, Leistung

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Ein Solarpanel macht eine Powerstation unabhängig von der Steckdose. Damit das funktioniert, muss das Panel elektrisch und mechanisch zum Solareingang passen. Hier sind die drei wichtigsten Werte, die Steckerfrage und die Daten der zehn Modelle aus meinem Vergleich.

Alle Gerätewerte sind Herstellerangaben, verlinkt auf den Produktseiten. Ich habe keine eigenen Ladetests gemacht.

Die drei Werte, die passen müssen

  1. Spannungsbereich (V): Der Eingang arbeitet nur in einem bestimmten Spannungsfenster, zum Beispiel 11–60 V. Liegt das Panel darunter, lädt nichts. Liegt es darüber, kann der Eingang Schaden nehmen.
  2. Maximaler Strom (A): Mehr Strom nimmt der Eingang nicht auf. Er begrenzt die Leistung, vor allem bei Panels mit niedriger Spannung.
  3. Maximale Solarleistung (W): Mehr Leistung verarbeitet die Station nicht, auch wenn das Panel mehr liefern könnte.

Auf dem Typenschild eines Panels stehen meist die Leerlaufspannung (Voc) und die Spannung im Leistungsmaximum (Vmp). Für die Obergrenze des Eingangs zählt die Leerlaufspannung. Das ist die Spannung ohne Last, und sie ist höher als die Arbeitsspannung.

Achtung Kälte: Die Spannung steigt

Der Wechselrichterhersteller SMA schreibt in seinem Planungsleitfaden: „Die Leerlaufspannung ist bei niedrigen Temperaturen am höchsten.“ Wie stark sie steigt, ergibt sich aus dem Temperaturkoeffizienten im Datenblatt des Panels und der niedrigsten zu erwartenden Temperatur am Aufstellort. Für Powerstations heißt das: Plane die Leerlaufspannung nicht knapp unter der Höchstspannung des Eingangs, besonders wenn du zwei Panels in Reihe schaltest.

Reihe oder parallel?

Manche Hersteller schreiben Regeln vor. Bei der Jackery Explorer 1000 v2 sind die beiden Solareingänge laut Jackery parallel geschaltet. Unterschiedlich starke Panels dürfen nicht gleichzeitig angeschlossen werden, also nicht 100 W an einem und 200 W am anderen Eingang. Bei Mischbetrieb müssen Nennleistung, Leerlauf- und Betriebsspannung identisch sein. Die Jackery Explorer 300 Plus erlaubt laut Jackery nur ein einziges Panel.

Die Solareingänge der zehn Modelle

ModellSpannungStromSolar max.Anschluss
EcoFlow RIVER 311–30 V8 A110 W–
EcoFlow RIVER 3 Plus11–55 V13 A220 W–
Jackery Explorer 300 Plus12–27 V5 A100 WUSB-C, Adapter 8020 → USB-C nötig
Anker SOLIX C300X11–28 V8,2 A100 WXT-60
DJI Power 1000 Mini9–28 V–400 WSDC, DJI-MC4-Kabel
Anker SOLIX C1000 Gen 2bis 60 V–600 WXT-60
EcoFlow DELTA 3 Plus11–60 V–2 × 500 W2 Eingänge
BLUETTI Elite 100 V212–60 V20 A1.000 WXT60, MC4-Kabel
Jackery Explorer 1000 v216–60 V10,5 A je Port / 21 A gesamt200 W je Port / 400 W gesamt2 × DC8020, parallel
Anker SOLIX C2000 Gen 211–28 V / 28–60 V8,2 A / 17 A800 WXT-60i

„–“ heißt: Den Wert habe ich in den Herstellerquellen nicht gefunden. Ein Beispiel für die Stromgrenze: Bei der Anker C2000 Gen 2 sind laut Anleitung unter 28 V höchstens 8,2 A erlaubt, das sind bei 28 V rund 230 W. Die vollen 800 W gibt es also nur im oberen Spannungsbereich.

Stecker und Adapter

Ob ein Solarkabel im Karton liegt, ist unterschiedlich. Beim ADAC-Test fehlte der EcoFlow DELTA 3 Plus das PV-Ladekabel, bei der Anker C300X sind Solar- und Kfz-Kabel laut Anker separat erhältlich. Bei der BLUETTI Elite 100 V2 widersprechen sich Herstellerseite und ein Praxistest. Einzelheiten stehen auf den Produktseiten.

Sicherheit: nicht gleichzeitig über Solar und Auto laden

Der ADAC hat 2025 die Jackery Explorer 1000 v2 und die Ective BlackBox 10 mit „mangelhaft“ bewertet. Bei beiden sind die DC-Eingänge nicht voneinander entkoppelt. Wer gleichzeitig über Solarmodul und Auto lädt, riskiert laut ADAC Schäden am 12-V-Bordnetz. Jackery bezeichnet gleichzeitiges Laden über Solar und Auto im Helpcenter inzwischen als „nicht zulässig“. Das gilt auch für gleichzeitiges Laden über zwei Autokabel.

Wie schnell lädt Solar wirklich?

Die Ladezeiten der Hersteller gelten für ideale Bedingungen. COMPUTER BILD maß an der EcoFlow DELTA 3 Plus bei Solarladung bis zu 983 W und 92 Minuten bis voll; EcoFlow nennt rund 70 Minuten. Wetter, Panelwinkel und Temperatur senken die Leistung, und wie viel im Alltag ankommt, hängt stark vom Standort ab.

Wie viel Energie du am Tag nachladen musst, zeigt der Laufzeitrechner. Der Powerstation-Finder sortiert beim Einsatz „Van“ nach der größten Solarleistung.

Checkliste

  1. Leerlaufspannung des Panels oder der Reihe liegt auch bei Kälte unter der Höchstspannung des Eingangs.
  2. Die Arbeitsspannung liegt über der Mindestspannung des Eingangs.
  3. Der Strom übersteigt nicht die Grenze des Eingangs. Bei Parallelschaltung addieren sich die Ströme.
  4. Ein passender Stecker oder ein Adapterkabel vom Hersteller ist vorhanden.
  5. Die Regeln des Herstellers zu mehreren Panels sind beachtet, etwa gleiche Panels bei Jackery.
  6. Nicht gleichzeitig über Solar und Auto laden, wenn der Hersteller das ausschließt.

Quellen

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Häufige Fragen

Welches Solarpanel passt zu meiner Powerstation?
Eines, dessen Spannung im Eingangsbereich der Powerstation liegt, dessen Strom den Grenzwert nicht überschreitet und dessen Stecker passt. Die maximale Solarleistung bestimmt, wie viel die Station höchstens aufnimmt. Die Werte für die zehn Modelle aus meinem Vergleich stehen in der Tabelle im Artikel.
Reihe oder parallel – wie schließe ich zwei Panels an?
In Reihe addieren sich die Spannungen, parallel die Ströme. Bei Reihenschaltung muss die summierte Leerlaufspannung auch bei Kälte unter der Höchstspannung des Eingangs bleiben. Manche Geräte schreiben eine Schaltung vor: Bei der Jackery Explorer 1000 v2 sind die beiden Eingänge parallel geschaltet, und Jackery verlangt gleiche Panels.
Warum ist die Leerlaufspannung im Winter wichtig?
Laut SMA-Planungsleitfaden ist die Leerlaufspannung bei niedrigen Temperaturen am höchsten. Wer nahe an der Höchstspannung des Eingangs plant, kann sie an einem kalten, sonnigen Tag überschreiten.

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